katholischer Kindergarten St. Maria und Kinderhort St. Elisabeth Gröbenzell

Kinderhaus St. Johann Baptist Gröbenzell

Kinderhaus St. Johann Baptist Gröbenzell aktuell

Traumapädagogik im Kindergarten

Ein Trauma resultiert aus einem Erlebnis, welches als lebensbedrohlich eingeschätzt wird und Gefühle wie Angst und Hilflosigkeit auslöst, die in diesem Moment nicht bewältigt werden können.
Es bezeichnet ein höchst belastendes Ereignis in dem sich der Körper und die Seele nicht mehr adäquat regulieren und sich daraus Störungen oder Symptome entwickeln können.
Wenn jemand so eine Situation irgendwann mal erlebt hat dann kann es passieren dass ein Schlüsselreiz (Trigger) aufkommt und die Situation wiedererlebt wird. Diese Erinnerungen können von jener vorstellbaren Gefühlsart sein.
Die Erinnerung ist so präsent, dass sie von der Person wieder durchlebt wird und nicht (unbedingt) als Erinnerung erkannt wird.

In Einrichtungen, wie Kindergärten, kommt es immer öfter vor, dass Kinder mit traumatisierenden Erlebnissen, wie eine Flucht oder Überlebensängste, die Gruppe besuchen. Dies sind heutzutage keine Einzelfälle mehr.
Auch vielfältige andere Situationen können in den kurzen Jahren eines Kindes oder der Familiengeschichte vorkommen, wo Gefühle wie Ängste , Hilflosigkeit, Überforderungen….entstehen und in diesen Momenten nicht reguliert oder verarbeitet werden können.

 

Wie stehen wir als Kindertageseinrichtung dazu, was können wir vor Ort tun ?
Den Kindergarten als Sicheren Ort anbieten, da dort ein positiver Kontakt, Bindungs- und Beziehungsaufbau stattfinden kann, durch:

– Die Einrichtung an sich

– Das pädagogische Personal

– Die anderen Kinder und Eltern

– Die Struktur die der alltägliche Ablauf ergibt, gibt den Kindern Sicherheit, dazu helfen die festen Rituale wie Morgenkreis, Begrüßung,….genauso wie die festen Regeln

– Durch das „Ich schaffs“-Programm von Ben Furmann in dem die Kinder neue Fähigkeiten erlernen können
– Beziehung und Bindung mit den anderen
– Subjektorientierte Pädagogik die die pädagogischen Kräfte im Kiga  umsetzen in dem das Kind dort abgeholt wird wo es steht
– Projekte und verschiedene Angebote

 

Wie wichtig ist die Erziehungs-Partnerschaft und wie wird sie in unserem Kiga gelebt?
Der Kontakt und die Kommunikation zwischen den Eltern und dem pädagogischen Personal ist die Grundlage um eine gute Zusammenarbeit zu erhalten. Dies ist möglich durch:

– Tag der offenen Tür und den Anmeldegesprächen in dem der erste Kontakt zwischen beiden Seiten entsteht

– Eltern -und Infoabende, die einen näheren Kontakt ermöglichen mit dem pädagogischen Personal

– Anamnesegespräche in denen wir als Einrichtung die Vorgeschichten die das Kind/Familie erlebt hat erfahren, bis es bei uns ankommt. Somit kann das pädagogische Personal auf das Kind/die Familie individuell eingehen

– Elterngespräche in denen wir gezielt mit den Eltern einen Austausch über die Entwicklung und den Stand des Kindes durchführen

 

Wie möchten wir den traumapädagogischen Ansatz im Kiga im Zukunft einbringen?
In dem sich die Einrichtung nützliches ,,Handwerkszeug“ zulegt und einrichtet, durch:

– Fachliteratur für das Personal und evtl. Eltern aber auch Bilderbücher für die Kinder

– Gruppendokumentationsbuch

– Rückzugsraum schaffen

– Gruppenübergreifende Notfallkoffer erstellen

 

Wo sind die Grenzen der pädagogischen Arbeit?
– Ab dem Zeitpunkt, indem ein Bedarf einer therapeutischen Unterstützung gebraucht wird

– Bei Benötigung eines speziellen Betreuungsbedarfs die unser Betreuungsschlüssel nicht leisten kann

– Finanzielle Grenzen die uns nicht immer ermöglichen zusätzliches Personal als Unterstützung einzustellen

Vorankündigung: Flohmarkt für Kinderbekleidung 15. Oktober 2016

Kinderhaus Gröbenzell

Flohmarkt für Kinderbekleidung 15. Oktober 2016
8:30 – 12:00 Uhr
im Freizeitheim, Wildmoosstr. Gröbenzell

Der Listenverkauf (€ 1,50/Liste)
am Freitag: 30.09.2016
von 8:30 – 9:30 Uhr
im katholischen Kindergarten Gröbenzell am Klosterweg

 

Das Kinderhaus St. Johann Baptist veranstaltet wieder den großen Listenflohmarkt mit weit über 6.000 Artikel, sortiert nach Größen von 56 bis 176.
Im Angebot finden sich neben Shirts, Hosen, Jacken, Kleider, Regenbekleidung, Trachten, kleine Sportgeräte, Sportbekleidung, Helme und Schuhe.
Der Erlös (10% Abschlag beim Verkäufer von verkauften Artikeln und 10% Aufschlag beim Käufer) wird dem Kinderhaus – Kindergarten Haus Maria und Kinderhort Haus Elisabeth – zur Verfügung gestellt.

Unser Sommerfest im Kinderhaus St. Johann Baptist in Gröbenzell – am 20.06.2015

Der Himmel grau, die Wiese naß und die ersten Eltern, die um 9:00 Uhr am Kinderhaus ankommen um beim Aufbauen zu helfen, trauen wohl ihren Augen und Ohren nicht und schütteln vielleicht auch ungläubig den Kopf, „Alles Draußen aufbauen, das kann doch nicht sein, bei dem Wetter? Das kann doch nicht sein!“ Aber nachdem alle möglichen „Wetter-Apps“ und auch der Hausmeister der Ährenfeld-Schule befragt wurde, war die Entscheidung gefallen: „Wir bauen Draußen auf!“ Schließlich waren die „Waldkinder“ letzte Woche ja auf einem Ausflug in München und haben im Dom in der Sakramentenkapelle ein Vater unser gebet und den Lieben Gott gebeten, daß das Sommerfest ein schönes Fest wird. Und das die Kinder sich freuen würden, wenn das Wetter schön ist.“Es hätte allerdings nicht viel gefehlt, und man hätte die Kinder gar nicht in die Sakramentenkapelle rein gelassen. Als ob Kinder nicht ruhig sein könnten und als ob Kinder nicht beten würden. Aber es hat alles geklappt. Das Wetter hat mitgespielt und zwischendurch war immer wieder die Sonne draußen. Das in der Turnhalle der Ährenfeld-Schule schon alles für den Notfall hergerichtet war, hat keinen mehr interessiert.

Um 14:00 Uhr ging es los mit dem Programm, getreu dem Jahresthema: Eine Reise durch Deutschland – Von den Alpen bis zur Nordsee. Die Kinder haben das Programm auf der Wiese mit der Bayernhymne eröffnet.Dann mußte das Programm aber auch gleich wieder unterbrochen werden, nicht etwa wegen Regen oder schlechtem Wetter, nein es gab eine kleine Überraschung, denn ein Jubiläum mußte gefeiert werden. Marlene Wolf, Erzieherin in der Blumengruppe, ist ganz genau seit 25 Jahren im kirchlichen Dienst und seit 24 Jahren in unserer Einrichtung tätig. Um dies zu Ehren und zu Feiern, war das Sommerfest doch auch genau der richtige Ort.

Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Die Kinder aus dem Haus Elisabeth haben in ihrem Haus ihre Darbietungen gezeigt, es gab einen Zirkus und Tanz zu bestaunen. Die Kinder aus dem Haus Maria nutzten dann die Bühne auf der Fußballwiese für ihre „Reise durch Deutschland“, mit Liedern und Szenen. Tja und wo beginnt man eine Reise? Natürlich in der Heimat und die Mäusegruppe hat das anschaulich mit dem „Gröbenzeller Heimatlied“, mit Musik und Spiel vorgestellt. Die Bärengruppe hat dann alle mit nach Berlin genommen. Und was macht man in Berlin, wenn die Sonne scheint? Natürlich geht man Baden, und zwar im Wannsee. Also: „Pack die Badehose ein“ war das Motto und das passende Lied, bei dem auch alle kräftig einstimmen konnten.

Die Spatzengruppe hat uns dann von Berlin mit an die Nordsee genommen und mit dem Lied „An der Nordseeküste“ und den passenden szenischen Darstellung fühlte sich jeder an die Nordsee versetzt und auch hier hat das Wetter zwischendurch für eine kurze Brise gesorgt, und der Duft nach Meerluft, den haben die Kinder einfach dazu gezaubert.Aber was war denn das auf einmal? Da standen auf einmal 2 Clowns in rot und weiss auf der Bühne und auch im Pavillon hinter dem Keyboard und der Gitarre, standen auf einmal 2 Clowns. Auf dem Rückweg in den Süden mußten wir kurz einen Zwischenstopp in Köln einlegen.

Zwei Dinge fallen sicher jedem ein zu Köln: Erstens der Dom, zweitens der Karneval. Und von beidem haben uns die 2 Clowns mit original kölschen Liedern erzählt. Dann hat uns die Blumengruppe mit zurückgenommen in die Alpen und das Programm mit einem urbayrischen Schuhplattler beendet. In beiden Häusern gab es dann für jeden noch einen leckeren Aperitif, völlig jugend- und alkoholfrei und dann ging das bunte Treiben los.

Auf dem Grill wurden Non-Stop leckere Würstchen gebrutzelt und im Personalzimmer wurde das Kuchenbuffet gestürmt. Für die Kinder gab es Torwandschiessen, Schminken, Bewegungsbaustelle, Ampelspiel, das Eisbecherspiel, Kreativecke, Schatzsuche, Schatzangel, Slackline, und vieles mehr. Aber der absolute Hit war wieder der spielerische Abstecher nach Japan: Sumo-Ringen, Life und in Farbe zum selber mitmachen.

Zum Abschluß haben dann alle Kinder noch einen Luftballon in den Himmel geschickt, mit einem Gruß, guten Wünschen und vielleicht einem Danke Schön für das gute Wetter. Mal sehen, wie weit die Ballons geflogen sind und wie viele und von woher die Karten dann zurückkommen.

Es war ein tolles Sommerfest, das wieder einmal zustande gekommen ist durch die Mithilfe so vieler Menschen, denen wir auch an dieser Stelle noch einmal herzlich Danken möchten: Allen Eltern, die beim Auf- und Abbauen wieder einmal so zahlreich mit geholfen haben. Dem Elternbeirat, der bei der Planung und Durchführung tatkräftig mitgewirkt hat. Allen Mitarbeitern des Kinderhauses, die mit ihren Gruppen die Aufführungen und Lieder eingeübt und geprobt haben. Allen Eltern, Großeltern und Gästen, die mitgefeiert haben. Und natürlich allen Kindern aus den 6 Gruppen, die uns alle mit Ihren Aufführungen und Liedern auf diese Reise durch Deutschland mitgenommen haben.

Am Sonntag gab es dann noch einen Abschluß, oder ein weiter Feiern. Die Kinder des Kinderhauses haben beim Festgottestdienst zum Patrozinium allen Gottesdienstteilnehmern mit dem Thema: „Wir bauen eine Brücke“, ein Zeichen gesetzt, was wir im täglichen Leben praktizieren sollten: Ausdauer, Vertrauen, Mut, Neugier, Freude, Gemeinschaft, Bereitschaft, Verzichten, Offenheit, Toleranz, Durchhalten, Verständnis, Hoffnung, Angst, Standfestigkeit, und als letzten Baustein natürlich Jesus und Glauben. Diese Brücke ist gerade das Symbol für unsere wachsend Zusammengehörigkeit und das Entstehen von einem „Wir-Gefühl“ in unserem Hause, aber auch in unserem Land mit den vielen Menschen die täglich bei uns Zuflucht suchen.